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Welche Sprache spricht Musik?

Vorlesung mit Seminarcharakter

Die Vorlesung geht der Frage nach, in welcher Weise Musikphilosophie einen Beitrag leisten kann zur Erschließung von „Unsagbarem“ innerhalb von verschiedenen Sprachdimensionen menschlicher Sprachen wie gesprochenen/gelesenen Sprachen, Bildersprachen, Körpersprachen, Filmsprachen etc.

Der Musik kommt hier eine Sonderstellung zu, insofern sie als ein „Wesen“ (Arthur Schopenhauer) erscheint, das irreduzibel etwas in einer Weise ausspricht, das auf keine andere Weise ebenfalls gesagt werden könnte. Dies wird innerhalb philosophischer Reflexionen und anhand von Musikbeispielen erläutert.

Der philosophische Teil der Vorlesung thematisiert primär die zentrale Bedeutung der Musik im Werk Friedrich Nietzsches. Nietzsche sieht in der verzehrenden Wirkung der Musik die vollkommene Sprache einer „dionysischen Mächtigkeit der Seele“. Nach seinem Bruch mit Wagner spricht er von der „Musik des Südens“. Welcher gefährliche Zauber geht von ihr aus? Abschließend soll auf Beziehungen zwischen Nietzsches Physiologie der Kunst und der Musik in der Moderne hingewiesen werden.

Prof. Dr. Dr. Hinderk Emrich

Prof. Dr. Dr. Hinderk Emrich
studierte Medizin an der FU Berlin und arbeitete als Arzt in den Bereichen Psychiatrie und Neurologie. An der Medizinischen Hochschule Hannover beschäftigte er sich vor allem mit der Schizophrenieforschung. 1999 promovierte er in Philosophie.

Prof. Dr. Wiebrecht Ries

Prof. Dr. Wiebrecht Ries
studierte Philosophie und Germanistik in Basel, Tübingen und Heidelberg. Seit 1978 Professor für Philosophie an der Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichte der Philosophie; insbesondere Antike (Platon), Ästhetik der Moderne (Kafka) sowie Nietzsche.