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West-Östlicher Divan – Goethes Beitrag zur interkulturellen Verständigung

Seminar

Goethe war siebzig Jahre alt, als er 1819 seine Gedichtsammlung West-östlicher Divan abschloss. Indem er sich auf eine geistige Reise in die Welt des Orients begab, wandte er sich zugleich ab von dem durch die Napoleonischen Kriege zerstörten Europa. Offenheit für das Fremde, Freundschaft, Austausch und Geselligkeit sind die Zentren dieser zutiefst dialogischen Dichtung, die - angeregt durch Goethes Begegnung mit Marianne von Willemer - auch die Themenbereiche Alter und Verjüngung streift. Nicht zuletzt ist der Divan ein Buch über die spielerische Natur des Dichtens.

„Der Divan ist ein Weltbuch, ein Glücksfall der literarischen Globalisierung und des wohlwollenden Kulturenvergleichs, der auf der tieferen Einsicht der gemeinsamen universellen menschlichen Wurzeln beruht“
(Thomas Lehr)

Im Mittelpunkt jeder einzelnen Sitzung steht jeweils ein Motivkomplex aus dem West-östlichen Divan: Dichten - Glauben - Lieben. Die Kenntnis der Gedichte ist erwünscht, aber keine zwingende Voraussetzung für die Teilnahme.

Dr. Sabine Göttel

Dr. Sabine Göttel
studierte Literaturwissenschaft in Saar­brücken und Köln. Sie ist tätig als Autorin, Schauspieldramaturgin und Dozentin in Kunstvermittlung und kultureller Bildung. Zusammen mit Christina Rohwetter gründete sie 2009 die Akademie Literatur&Leben.