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Theodor Fontane: Der Stechlin

Seminar

Zum Schluß stirbt ein Alter, und zwei Junge heiraten sich; - und das ist so ziemlich alles, was auf 500 Seiten geschieht […] Einerseits auf einem altmodischen märkischen Gut, andrerseits in einem neumodischen gräflichen Hause (Berlin) treffen sich verschiedene Personen und sprechen da Gott und die Welt durch. Alles Plauderei, Dialog, in dem sich die Charaktere geben, und mit ihnen die Geschichte.

So charakterisierte Theodor Fontane in vielsagend hintergründiger Untertreibung Stoff und Form seines letzten, erst nach seinem Tode im Jahr 1899 erschienen Romans. Tatsächlich steht dieses Spätwerk nicht nur in der Tradition des behaglichen realistischen Erzählens, sondern verbindet sie mit Techniken der Moderne wie Symbolisierung, Selbstreflexion und Ironie. Das soll vor allem anhand des Bezuges auf Zeit und Geschichte, der Kontrastierung von Altem und Neuem, der Figurenkonstellation, der Gesprächstechnik und der Erzählhaltung herausgearbeitet werden.

Die Veranstaltung ist nicht als Vorlesung, sondern als Seminar konzipiert. Die vollständige Lektüre des Romans wird vorausgesetzt. Zur Erleichterung der gemeinsamen Diskussion empfiehlt sich die Anschaffung der kommentierten Ausgabe von Helmuth Nürnberger, die am 1. Juli 2014 neu erscheint (ISBN 978-3-423-14325; 12,90 Euro).

Termin Mo 25.08. Di 26.08. Mi 27.08. und Do 28.08.2014
Zeit 16 bis 18 Uhr
Ort Raum C001, Schloßwender Straße 7
Beitrag 39 €

 

Prof. Dr. Martin Rector

Prof. Dr. Martin Rector
studierte Klassische Philologie, Germanistik und Politologie in Tübingen, Hamburg und Berlin. Er lehrte bis 2009 an der Leibniz Universität Hannover. Veröffentlichungen vor allem zur Literatur des 18. Jahrhunderts, der Weimarer Republik und der Gegenwartsliteratur; Koordinator der Autoren-Lese-Reise LiteraTour Nord, Jurysprecher des Hölty-Preises für Lyrik der Landeshauptstadt Hannover.