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Das unerklärliche Felsgebirge - Eine Metapher im Bildraum der Dichtung. Goethe, Rilke, Kafka, Stevens

Vortrag mit Seminarcharakter

Goethes Prosastück Der Granit ist das kostbare Zeugnis eines frommen Gefühls, das wir als Andacht zur Vorwelt bezeichnen können. Es entzieht sich jeder theologisch dogmatischen Fixierung. Inwiefern das Gebirge, in der Dichtung Metapher für das Undurchdringliche des Lebens, dem Blick eine verborgene Tiefenschicht im Erdreich öffnet, soll an Rilkes 10. Duineser Elegie, an der paradoxen Bildlichkeit von Kafkas ironischer Verfremdung des Prometheus-Mythos wie an der letzten Fahrt Karl Roßmanns in seinem Amerika-Roman gezeigt werden.
Dem amerikanischen Lyriker Wallace Stevens tritt in The Rock in dem winterlich kahlen Felsen seine eigene ihm fremd gewordene Lebensgeschichte entgegen. In seiner erneuten Begrünung im Frühjahr erfährt der Dichter einen Zustrom seelischer Kräfte, der es ermöglicht, sein nahendes Ende auf sich zu nehmen.

Termin Do 17.08.2017
Zeit 10 bis 13 Uhr
Ort Hörsaal F128, Welfengarten 1
Beitrag 16 €

 

Prof. Dr. Wiebrecht Ries

Prof. Dr. Wiebrecht Ries
studierte Germanistik und Philosophie in Basel, Tübingen und Heidelberg. Seit 1978 lehrt er Philosophie an der Leibniz Universität Hannover. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geschichte der Philosophie und Ästhetik der Moderne.

Dr. Karl-Friedrich Kiesow

Dr. Karl-Friedrich Kiesow
studierte Philosophie. Seit 1975 an der Leibniz Universität Hannover. Schwerpunkte: Philosophie der symbolischen Formen (Cassirer, Langer, Bühler und Gomperz) sowie die Philosophie des Organismus‘ (Bergson, Whitehead).

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