GEFÄHRLICHE ENERGIEN: DIE WILDEN LEUTE AUS DEM HARZ AUF MÜNZEN DER WELFEN

Im Harz leben, verborgen im dichten Wald, wilde Leute. Mindestens ein wilder Mann und seine wilde Frau wurden gesichtet. Der Mythos berichtet, dass am Ort ihres Erscheinens Silbervorkommen anzunehmen sind, demnach Metalle, auf denen der Reichtum des Welfenhauses beruhte. Aus diesem Grund ist der wilde Mann vom 16. bis zum 18. Jahr hundert auf verschiedenen Münzen der Welfen zu finden, so auf Mariengroschen und Hausknechtstalern. Der wilde Mann aus dem Harz sticht in seinem Aussehen unter anderen hervor, ist besonders groß, spärlich bekleidet und bekrönt, er trägt Nadelbäume mit sich herum. Leibniz könnte tatsächlich solche Welfenmünzen mit dem wilden Mann in der Hand gehalten haben. Die Ikonographie der Münzen, also die Kunde von den Motiven und ihrer Bedeutung, ist jedoch weitaus älter und fügt sich sowohl in die humanistische Tradition wie auch in die Auseinandersetzung mit der europäischen Expansion in fremde Welten.

Prof. Dr. Elke Katharina Wittich

studierte Kunstgeschichte, deutsche Literatur, klassische Archäologie und Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. Ihre Schwerpunkte sind Architekturgeschichte und Wissenschaftsgeschichte. Seit 2021 leitet sie die Zentrale Einrichtung für Weiterbildung

Termin Mi 20.08.2025
Zeit 17:30 – 19:00 Uhr
Ort Hörsaal Kesselhaus (A001), Gebäude 1208, Schloßwender Straße 5
Beitrag 12 €