Königreich Hannover (1814/15-1866) - Ein Hort der Reaktion?

Vorlesung mit Seminarcharakter

Lange Zeit galt das Königreich Hannover in der Geschichtswissenschaft als rückständiges Gebilde. Man dachte dabei vor allem an den Verfassungsbruch König Ernst Augusts 1837 und das Vorgehen gegen die Göttinger Sieben, aber auch an die reaktionäre Verfassungspolitik des letzten hannoverschen Königs, Georg V.

Neuere Forschungen indes gelangen zu einer differenzierteren Bewertung. Beispielhaft seien hier vor allem die Justizreformen genannt, durch die Hannover eine Vorbildfunktion für andere deutsche Staaten erlangte und die sich sogar auf die Reichsgesetzgebung auswirkten.

Zentrales Anliegen der Veranstaltung ist es, ein ausgewogeneres Bild des Königreiches Hannover zu vermitteln. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Verfassungsstreitigkeiten, den Revolutionen von 1830 und 1848/49, dem Verhältnis von Staat und Kirche sowie auf der Vorgeschichte der Annexion. Die Charakterisierung herausragender politischer Persönlichkeiten wie Johann Carl Bertram Stüve, Ludwig Windthorst und Rudolf von Bennigsen runden das Bild ab.

Prof. Dr. Hans Georg Aschoff

studierte Geschichte, Anglistik, Philosophie und Pädagogik in Hannover und Clinton/N.Y. Er lehrte über 30 Jahre am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover; insbesondere in den Fachgebieten Neuere Geschichte und Kirchengeschichte.

Prof. Dr. Hans Georg Aschoff Prof. Dr. Hans Georg Aschoff Prof. Dr. Hans Georg Aschoff

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