Deformation von Raum und Zeit - Uhrennetze für die Erdvermessung

Vortrag mit Demonstration

Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie beschreibt die Raumzeit schwarzer Löcher oder die vor kurzem nachgewiesenen Gravitationswellen. So sagte Einstein auch voraus, dass die Eigenzeit von Uhren geringfügig von der lokalen Gravitation und damit von der Höhe des Standorts abhängt. Das machen sich nun Ingenieure für die Erdvermessung zunutze. Dabei wollen sie ultrapräzise Atomuhren mittels Glasfaserverbindungen über kontinentale Distanzen vergleichen.

Noch ist es Zukunftsmusik, aber schon bald könnten Uhren anstelle des variablen Meeresspiegels für die Definition von Höhen in der Erdvermessung maßgeblich sein. Die Frequenzen dieser Uhren könnten zukünftig hochpräzise Daten für kontinentale geodätische Netze bereitstellen.

Der Vortrag berichtet über den Stand der Experimente, demonstriert ein Uhrenmodell und gewährt Einblick in die Modellierung des Gravitationsfeldes für die Erdvermessung.

Prof. Dr. Jakob Flury

studierte Geodäsie an der TU München und forscht seit 2009 an der Leibniz Universität zu geodätischen Satellitenverfahren sowie zur Messung und Modellierung des Erdschwerefeldes. Er war bis 2017 Sprecher des Sonderforschungsbereiches Relativistische Geodäsie und Gravimetrie mit Quantensensoren.

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