Reisen und Schreiben - Schriftstellerinnen unterwegs im 18. & 19. Jahrhundert

Vortrag

Literatur sei kein Handwerk für Frauen, befand der Aufklärer Adolph Freiherr Knigge. Und Reisen, dazu auf eigene Faust, anscheinend ebensowenig. So warnt Heinrich von Kleist seine reiselustige Schwester Ulrike:

Nicht einen Zaun, nicht einen elenden Graben kannst Du ohne Hülfe eines Mannes überschreiten...

Dennoch haben Frauen immer wieder beides getan. Die Reise und ihre Beschreibung, in Tagebüchern oder Briefen, als Genre oft auf der Grenze zwischen Autobiographie und Narration, dienten der Emanzipation und Ich-Findung. Sie brachten zugleich das erfahrene Fremde zurück an die Daheimgebliebenen.

Der Vortrag gewährt Einblick in die Bedingungen für weibliches Schreiben und Reisen, bildungsbiographische Hintergründe und Charakteristika der Werke ausgewählter Reiseschriftstellerinnen wie Elisa von der Recke, Fanny Lewald oder Ida Hahn-Hahn und Geschichten von Aufbruch und Abenteuer, Mut und Hindernissen, Träumen und Fiktion.

Dr. Annette Antoine

studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Sprachwissenschaft in Bonn, Fribourg (Schweiz) und Berlin. Sie arbeitet am Deutschen Seminar. Ihre Schwerpunkte sind Literatur des 18. Jahrhunderts, Brief­edition, Leibniz und weibliche Autorschaft.

Dr. Annette Antoine Dr. Annette Antoine Dr. Annette Antoine

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